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NEBA ist eine Initiative des Sozialministeriumservice.

Fallbeispiel P.

Produktionsschule: Fallbeispiel P.

Für die Jugendliche P. stellte nach Beendigung der Pflichtschule eine weitere schulische Maßnahme keine Option dar, doch auch die berufliche Orientierung schien für sie noch offen zu sein. Im Rahmen der Begleitung durch den Jugendcoach kristallisierten sich zwar Ausbildungswünsche heraus, jedoch mangelte es an grundlegenden ausbildungsrelevanten Fertig- und Fähigkeiten, an körperlicher Ausdauer und auch Lernschwierigkeiten wurden wahrgenommen. Aufgrund des vorliegenden Nachreifebedarfs zur Erreichung der Ausbildungsfitness kam es zum Einstieg bei AusbildungsFit.

Bereits nach kurzer Zeit zeichnete sich ab, dass P. bei Überforderung, welche sich vorwiegend in Bezug auf das Erlernen arbeitsrelevanter Fertig- und Fähigkeiten und die körperliche Ausdauer bezogen, mit Rückzug und Krankheit reagierte.

Dementsprechend kam der Jugendlichen die Möglichkeit des niederschwelligen Zugangs, aber auch das individuelle und breit gefächerte Angebot von praktischen Tätigkeiten in professionell ausgestatteten Werkstätten unter Anleitung und Unterstützung eines fachspezifischen Trainers, die Teilnahme an der Wissenswerkstatt und auch die sportliche Betätigung sehr entgegen und ermöglichten eine langsame Steigerung in ihrer ausbildungsrelevanten Entwicklung.

Da die Jugendliche ein sehr mitteilsames und diskussionsfreudiges Verhalten aufwies, stellte auch das intensive Coaching einen wesentlichen Bestandteil in ihrer Betreuung dar. Während der Projektteilnahme recherchierte sie eine Installationsfirma, welche sie vorrangig aufgrund der Nähe zu ihrem Wohnsitz ansprach.

Nach ausführlicher „Intensivvorbereitung“ (weil, wenn P. etwas wollte, dann „sofort“), dass die Wahl einer Ausbildungsrichtung nicht nur von der Wohnortnähe abhängen soll und auch aufgrund des sehr engagierten Entgegenkommens des Firmeninhabers, absolvierte die Jugendliche im recherchierten Betrieb anfangs eine Berufserprobung, welche aufgrund der positiven Ergebnisse und des ausdrücklichen Wunsches seitens der Jugendlichen in ein Arbeitstraining umgewandelt wurde.

Die umfassende und positive Zusammenarbeit zwischen Jugendlicher, Erziehungsberechtigten, Firmeninhaber und AusbildungsFit führte schlussendlich dazu, dass sich P. derart gut entwickeln konnte, sodass der Firmeninhaber es in Erwägung zog, der Jugendlichen eine Lehre in seinem Betrieb anzubieten.

Den Bedürfnissen der Jugendlichen entsprechend wurde daher in Kooperation mit dem AMS und des JC noch während des Arbeitstrainings Kontakt mit der Berufsausbildungsassistenz aufgenommen und ein interdisziplinäres Vernetzungstreffen vereinbart.

Dem Wunsch der Jugendlichen P. entsprechend („wenn, dann sofort“) und aufgrund der hervorragenden Kooperation mit den einzelnen Bereichen konnte P. 2 Wochen nach dem Vernetzungsgespräch bereits ihre integrative Berufsausbildung antreten.

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